Unser Wochenendtrip nach Rom

Nachtzug nach Italien

Es ist Mittwochabend im Juni 2019, München Hbf. Wir winken den Kindern und den Großeltern zum Abschied aus dem langsam in Richtung Rom losruckelnden Zug.

Wein, Kekse und lange Beine

Erstmal richten wir uns gemütlich ein Viererabteil ein. Noch sind wir alleine, machen zur Einstimmung eine Flasche Wein auf, essen Kekse und fahren gemächlich den Bergen und den Kurzferien entgegen. Später am Abend richten wir unsere Schlafliegen, auch der 190 cm große Martin findet eine bequeme Schlafposition, und wir schlummern Rom entgegen.

In Schwarzach-St.Veit (Österreich) werden wir noch einmal wach, eine, wie wir am Morgen erfahren, 85-jährige Frau und ihre erwachsene Enkelin steigen dazu. Auch den Rest der großen Familie lernen wir dann kennen, alle zusammen fahren sie mit der betagten Ur-Großmutter für ein langes Familienwochenende nach Rom.

Nach einem kleinen Frühstück stellen wir fest, dass wir deutlich hinter der Zeit liegen und Rom noch viele Kilometer entfernt ist. Vier Stunden später als erwartet steigen wir in Rom aus und freuen uns auf die Dusche in der kleinen Ferienwohnung und ein erstes römisches Eis!

LIEBER CHILLIG LIEGEN,
ALS BILLIG FLIEGEN!

Wie damals auf der Klassenfahrt

Nach drei wunderschönen, sonnigen und völlig entspannten kinderfreien Tagen im beeindruckenden, geschichtsträchtigen Rom geht es am Samstagabend dann wieder zum Bahnhof. Für die Rückfahrt war kein Schlafabteil mehr buchbar gewesen, also heißt es ab ins Sechserabteil, mit Sitzen zum Zusammenschieben wie damals auf der Klassenfahrt. Das ist nun doch etwas gewöhnungsbedürftiger als das kleine Schlafabteil. Hier muss sich auch der lange Martin etwas zusammenfalten.

Nachdem ich mich damit abgefunden habe, dass ich für den Rest der Nacht die Füße meines Gegenübers in der Nase haben werde, schlafe ich erstaunlich gut und genieße das gleichmäßige Rütteln des Zuges bis wir morgens pünktlich wieder in München ankommen. Dort werden wir schon freudig erwartet, und nach einem gemütlichen Frühstück geht es dann mit der ganzen Familie weiter mit dem Zug nach Frankfurt.

Wenn die Kinder größer sind, fahren sie das nächste Mal mit nach Rom. Natürlich wieder terran, so viel ist klar!